Anti-Aging
Der Begriff Anti-Aging ist eine neuzeitliche Wortschöpfung und steht für jene Maßnahmen, die den natürlichen Alterungsprozess herauszögern und die Lebensqualität im Alter verbessern.
Generell hat sich die durchschnittliche Lebenserwartung in der „ersten Welt“ erhöht, deshalb spielt die Begleitung des Alterungsprozesses eine immer größere Rolle in der Gesellschaft. Das Altern wird durch genetisch bedingte Ursachen, Umwelteinflüsse, Lebensstil, hormonelle Einflüsse und die Nährstoffversorgung beeinflusst. Das Anti-Aging wird von Ernährungswissenschaftlern, Nahrungsergänzungsmittel- und Kosmetikherstellern, Schönheitschirurgen und Anti-Aging-Medizinern praktiziert.
Bausteine des Anti-Agings
Folgende Faktoren spielen eine wesentliche Rolle beim Anti-Aging:
- Lebensstil: Förderlich sind eine ausreichende Bewegung, ausgewogene Ernährung und das Vermeiden von Risikofaktoren wie Nikotin, Alkohol und Stress.
- Ernährung: ausgewogene Kost, möglichst fett- und zuckerarm, ballast- und eiweißreich, abwechslungsreicher Speiseplan, Anlehnung an die fernöstliche und mediterrane Küche, Vermeiden von übergewicht, ausreichende Zufuhr von Mikronährstoffen
- Bewegung: Regelmäßig Sport treiben nach den individuellen Möglichkeiten.
- Zufuhr von Mikronährstoffen: Diese Nährstoffe binden freie Radikale und hemmen Entzündungsprozesse im Körper. Hierzu zählen Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Aminosäuren und Fettsäuren.
- Hormonersatztherapie: Individuelle Gabe von Östrogen- und Testosteronpräparaten
- Mentales Gleichgewicht: Den Umgang mit Stress und Konflikten erlernen.
- Ästhetisches Anti-Aging: Schönheitsoperationen
Therapieformen und Arbeitsmethoden des Anti-Agings
In der Anti-Aging-Medizin werden zur Diagnose zunächst Anamnese-Gespräche unter Berücksichtigung der Krankengeschichte und der Lebenssituation geführt, dann folgen je nach Patient Labordiagnostik zur Ermittlung des Hormonspiegels und der Nährstoffversorgung. Eine sportmedizinische Untersuchung gibt Aufschluss über die körperliche Fitness, Gespräche mit einem Psychologen helfen, den mentalen Status des Patienten zu ermitteln.
Als mögliche Therapieformen gelten die medikamentöse Behandlung mit Hormonersatzpräparaten und Mikronährstoffen, eine umfassende Ernährungsberatung, kosmetische Behandlungen, Präventionsmaßnahmen, Gedächtnistraining, Bewegungsangebote und Psychotherapie.