Onkologe, Onkologen

Onkologen sind Fachärzte für Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie.

Die Lehre und Wissenschaft der Onkologie (Geschwulstkrankheiten) gehört zu den internistischen Schwerpunktfächern. Sie umfasst die Entstehung, Vorbeugung, Diagnose, Behandlung und Nachsorge von bösartigen (malignen) Krebserkrankungen. Hierbei wird besonders Wert darauf gelegt, den Krebs durch Früherkennungsmaßnahmen zu verhindern und seine Ausbreitung im Körper des Patienten zu stoppen.

Die Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (DKG) und die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie e.V. stellen die wissenschaftlich-onkologischen Fachorganisationen der Onkologen dar, während der Berufsverband Deutscher Internisten e.V. (BDI) und der Berufsverband der Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen in Deutschland e.V. (BNHO) für die berufspolitischen Belange zuständig sind. Der Onkologe arbeitet vorwiegend in großen Krankenhäusern und Spezialkliniken.

Um in Deutschland als Facharzt für Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie anerkannt zu werden, benötigt man zusätzlich zu einem abgeschlossenen Medizinstudium eine Weiterbildung, die innerhalb von sechs Jahren absolviert werden kann. Hierbei durchläuft der angehende Onkologe Stationen im Bereich der Inneren Medizin sowie der Onkologie. Darüber hinaus ist es für ihn erforderlich, den Nachweis über festgelegte Untersuchungs- und Behandlungsverfahren zu erbringen, sowie eine mündliche Prüfung abzulegen.

Berufsfeld des Onkologen

Zum Tätigkeitsfeld des Onkologen zählen Vorbeugung, Diagnose, Behandlung und Nachsorge von Krebserkrankungen. Wichtig ist eine ausführliche Beratung der Tumorpatienten, auch im Hinblick auf Risikofaktoren und Gesundheitsaufklärung. Besonderes Gewicht legt der Onkologe auf die Früherkennung der bösartigen Geschwulst und die Vermeidung seiner Ausbreitung im Körper des Patienten. Alle Maßnahmen dienen dazu, die überlebenschancen des Krebspatienten zu steigern und seine Lebensqualität zu verbessern.

Als Methoden und Therapieformen des Onkologen sind besonders die Anamnese (ausführliches Gespräch mit dem Patienten), die Chemo-, Immun-, Strahlen-, Thermo- und Schmerztherapie zu nennen. Bei der Chemotherapie, um ein Beispiel zu geben, wird das Wachstum der Krebszellen durch Medikamente (Zytostatika) gehemmt. Ferner kommen Laboruntersuchungen, bildgebende Verfahren, Biopsien (Gewebsproben), Zytologie von Abstrichen und chirurgische Tumorentfernung zum Einsatz. Besonders wichtig sind die psychosoziale Betreuung der Krebspatienten und die Palliativmedizin, die ihre Beschwerden in der letzten Lebensphase lindert.